Schon vor einigen Wochen schloss sich die Antikältehilfe dem „Aktionsbündnis Hamburger Obdachlose*“ an (hier geht´s zum Facebook-Eintrag). Wir waren aktiv an Vorbereitung und Umsetzung der Demonstration am 9. Februar 2019 beteiligt. Ab ca. 13 Uhr zogen wir vom Spielbudenplatz Richtung Landungsbrücken, Ludwig-Erhard-Straße, Rathaus bis zur Schlusskundgebung bei Saturn an der Mönckebergstraße.

Bis zu 300 Teilnehmer nahmen an der Demonstration teil und forderten die ganztägige Öffnung des Winternotprogramms. Denn: Das Winternotprogramm ist ein starres Konstrukt. Vom 1. November bis 31. März; täglich von 17 bis 9 Uhr finden Obdachlose Unterschlupf. Tagsüber sind die Obdachlosen sich selbst überlassen – egal, wie kalt es ist.

Zusammen mit dem Aktionsbündnis fordern wir die ganztägige Öffnung des Winternotprogramms sowie die drastische Verbesserung der dortigen Verhältnisse. Tagesaktuell beklagt Hamburg in der Wintersaison 2018/19 bereits vier Kältetote (plus einem weiteren unbestätigten Fall in Wandsbek). Vier Kältetote zuviel. Der Senat muss hinterfragen, warum Menschen das oft rettende Winternotprogramm nicht aufsuchen wollen. Der Senat muss hinterfragen, warum Menschen auf Hamburgs Straßen sterben!

Unsere Arbeit hat erst begonnen!

 

* Das Aktionsbündnis ist ein Zusammenschluss von Helfern, Gruppen und Initiativen der Hamburger Obdachlosenhilfe. Bündnispartner kann jeder werden, der für die Rechte der Obdachlosen einsteht und/oder Aktionen des Bündnisses unterstützt. Ziel ist es, die Rechte der Obdachlosen zu stärken und mit bunten, kreativen Aktionen auf die prekäre Situation der Hamburger Obdachlosen aufmerksam zu machen.