Nächstenliebe ist Terminsache. So auch dieses Jahr beim Winternotprogramm, dass zum 1. April für diese Saison schließt. Ja, es wird deutlich wärmer. Ja, die Schlafplätze waren in diesem (recht milden) Winter häufig nicht ausgelastet.

Doch es darf dabei nicht vergessen werden, dass auch im hinter uns liegenden Winter Menschen auf Hamburgs Straßen gestorben sind. Es darf nicht vergessen werden, dass viele auf der Straße lebende Menschen die Notunterkünfte aufgrund der dortigen Verhältnisse nicht aufgesucht haben. Es darf angesichts der steigenden Temperaturen nicht vergessen werden, dass eine Brücke kein Zuhause ist. Das Leben auf der Straße ist auch im Sommer oft entwürdigend und gefährlich.

Von Anfang November bis Ende März stehen den ca. 2.000 Obdachlosen in Hamburg ca. 800 Schlafplätze zur Verfügung (die Dunkelziffer der Obdachlosen Männer und Frauen liegt weit höher). Zahlreiche Obdachlose nehmen selbst bei Minusgraden dieses Angebot nicht wahr; z.B. weil sie ihre Vierbeiner nicht mitnehmen dürfen und/oder aufgrund der dort vorherrschenden Bedingungen. Wer das Angebot wahrnimmt muss morgens wieder auf die Straße. Egal ob alt und/oder krank – das Winternotprogramm ist nur von 17 – 09:30 Uhr geöffnet.

Wir wünschen uns ein Netz an ganzjährig geöffneteten Übernachtungs- und Begegnungsstätten inkl. Beratung (medizinisch, psychologisch, …) für unsere Nachbarn ohne Wohnung! Obdachlosigkeit findet nicht nur im Winter und nicht nur nachts statt. Obdachlosigkeit ist ganzjährig menschenunwürdig. Die Bündelung aller zur Verfügung stehenden Kräfte mit dem Ziel der ganzheitlichen Betreuung und Hilfe wird auch im Sommer unser Ziel bleiben.

Bitte: Helft uns helfen!

Spendenmöglichkeiten: https://antikaeltehilfe.de/spenden/
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Infos zum Winternotprogramm: https://www.hamburg.de/winternotprogramm-obdachlose/789920/winternotprogramm/